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Irrtümer über Hunde

Es gibt viele Dinge, die man über Hunde zu wissen glaubt. Leider sind nicht alle davon wahr!

  • Hunde sind unsere besten Freunde, aber verstehen wir sie auch immer richtig?

    Hunde sind unsere besten Freunde, aber verstehen wir sie auch immer richtig?

  • Lernt hier mehr über das Verhalten von Hunden!

    Lernt hier mehr über das Verhalten von Hunden!

"Ein schwanzwedelnder Hund freut sich." 

Wenn der Hund mit dem Schwanz wedelt, freut er sich – das ist ein Irrtum. Das Schwanzwedeln signalisiert erst einmal nur, dass der Hund erregt ist. Ob das nun auf eine freudige Erregung zurückzuführen ist oder ob eine Konfliktsituation zwischen zwei Hunden bevorsteht, lässt sich allein aus dem Schwanzwedeln noch nicht ableiten. Du solltest deshalb immer die ganze Körpersprache mit der Situation in Zusammenhang bringen, um den Gemütszustand deines Hundes richtig zu deuten. 

"Ein knurrender Hund steht kurz vor einem Angriff." 

Das stimmt nicht. Denn das Knurren gehört zum normalen Ausdrucksverhalten des Hundes. In den seltensten Fällen steckt echte Aggression dahinter, meist ist es eher Unsicherheit oder Angst. Mit dem Knurren wollen die Vierbeiner dann aus einer Abwehrhaltung heraus warnen oder drohen, aber nicht angreifen. Ähnlich wie beim Bellen sollten Hundebesitzer die Klangfarbe und Tonhöhe berücksichtigen, um das Knurren zu deuten. Knurrt der Hund, hat die Ohren angelegt und das Fell im Nacken gesträubt, dann bedeutet das Angriffsbereitschaft. 

"Ein Jahr sind sieben Hundejahre." 

Das ist eines der populärsten Gerüchte. Hunde werden je nach Größe und Rasse durchschnittlich acht bis 16 Jahre alt; kleine Hunde werden älter als große. Nun könnte man in etwa so rechnen: ein kleiner Hund (bis 15kg) wäre mit fünf Jahren etwa 40 Hundejahre alt. Ein mittelgroßer Hund (bis 45kg) mit 5 Jahren 45 Hundejahre und ein großer mit 5 Jahren 49 Hundejahre. Deutlicher wird der Unterschied wenn wir uns einen elfjährigen Hund ansehen: der kleine Hund wäre dann 64 Hundejahre alt, der mittelgroße 80 und der große schon 100. Wir können also nicht alle Hunde über einen Kamm scheren!

"Der hat Welpenschutz."

Der sogenannte Welpenschutz existiert nur im eigenen Rudel, also im eigenen Zuhause. Je nach Erfahrung und Erziehung des Hundes kann er ganz unterschiedlich auf fremde Welpen reagieren. Hier ist also der Mensch als vorausschauender Beschützer gefragt.

"Trösten muss sein." 

Der Hund fürchtet sich und zack landet er bei Frauchen auf dem Arm. Besonders kleine Hunden werden gerne auf den Arm gerettet, und mit viel Zuneigung getröstet. Doch einen Hund in einer beunruhigenden Situation permanent zu beruhigen kann auch nach hinten losgehen, nämlich dann, wenn der Hund das Gefühl hat, die Situation sei wirklich gefährlich, weil sein Mensch ihm so viel Aufmerksamkeit schenkt und womöglich selber Angst hat. Oft verschlimmert das menschliche Verhalten die Problematik des Hundes, indem sein Fehlverhalten bestärkt wird. Manchmal ist ein selbstbewusstes Weitergehen oder einen Bogen um den anderen Hund zu gehen mehr wert, als der Angst des Hundes zu viel Aufmerksamkeit zu schenken.

"Der ist bestimmt müde."

Wir gähnen vor allem, wenn wir müde sind, bei Hunden sieht das anders aus. In erster Linie gähnt ein Hund wenn er sich wohl fühlt, zum Beispiel als Begleiterscheinung beim Recken und Strecken. Außerdem kann Gähnen eine sogenannte Übersprungshandlung sein, sozusagen als eine Ersatzhandlung die Spannungen nimmt, wenn der Hund unsicher ist, Stress empfindet oder sich in einem Interessenkonflikt befindet. Zum Beispiel: Du rufst deinen Hund, der gerade lieber weiter schnuppern würde, er schaut dich kurz an, überlegt "Frauchen oder Freiheit" und gähnt. 

"Der hört aufs Wort!"

Hunde studieren ihre Menschen ganz genau. Sie achten besonders auf die Körpersprache, den Klang und die Betonung der Stimme. Auch das Tempo und die Lautstärke der Sprache spielen eine Rolle und geben dem Hund wichtige Informationen zu deinen Absichten. All das fügen sie zu einem Gesamtbild zusammen. Vierbeiner verbinden zwar Worte mit bestimmten Aufforderungen, ihnen fehlt jedoch so etwas wie ein Wortverständnis, sie verstehen also nicht alles was wir sagen.

"Rassehunde sind gesünder."

Laut einer Studie haben Mischlinge auffallend weniger Probleme mit Zähnen, Ohren und Augen, dafür leiden sie häufiger an Infektionen und Hautparasiten. Rassenhunde hingegen zeigen mehr Erbkrankheiten. Außerdem ist Statistiken zufolge die Lebenserwartung von Mischlingen im Durchschnitt ein bis zwei Jahre höher.

"Lass die mal machen." 

Hunde machen alles unter sich aus? Leider ein Irrtum, unter Umständen kann es sinnvoll sein regulierend einzugreifen wenn Hunde aufeinander treffen. Besser noch: Beobachte die Körpersprache der beteiligten Hunde genau und vermeide Konflikte durch rechtzeitigen Abbruch. Schütze deinen Hund vor negativen Erfahrungen, die oft auch durch Unwissenheit und Rücksichtslosigkeit anderer Hundebsitzer ausgelöst werden.

"Junger Hund, viel Bewegung." 

Junge Hunde befinden sich im Wachstum, besonders in den ersten Monaten sollten Gelenke und Knochen nicht überfordert werden. Zu viel Bewegung kann spätere Gelenkbeschwerden oder Deformationen des Skeletts verursachen. Besonders betroffen sind große Rassen. Ein Blick in die Natur zeigt: Im Woflsrudel gehen Junghunde erst im Alter von etwa neun Monaten mit auf größere Streifzüge.

"Hunde haben ein schlechtes Gewissen." 

Schimpft man einen Hund aus, zeigt er Unterwürfigkeitsgesten, das heißt aber nicht, dass er ein schlechtes Gewissen hat. Ohne die nötige konsequente Erziehung wird er in der nächsten ähnlichen Situation wieder genauso handeln.

"Hunde brauchen Kontakt zu anderen Hunden!"

Das gilt nur für junge Hunde. Je älter ein Hund wird, desto weniger Kontakt möchte er zu Artgenossen. Vor allem in der Sozialisationsphase der ersten Lebensmonate brauchen junge Hunde gezielten Kontakt zu anderen Hunden. Je älter sie werden, desto weniger ist der tägliche Kontakt zu anderen Hunden jedoch notwendig. Letztendlich hängt es von den Gewohnheiten des Hundes ab, ob er zum Beispiel immer viel mit anderen Hunden zu tun hatte. Ansonsten wird der Hund von sich aus den Kontakt zu anderen Artgenossen aktiv meiden. Für Hundekontakte gilt aber vor allem eins: Sie müssen geübt werden. Wer einen sozialen Hund möchte, sollte ihn so früh wie möglich mit anderen Hunden zusammenbringen, zum Beispiel im Welpenkurs in der Hundeschule.

"Hunde und Katzen verstehen sich nicht."

Zwar jagen viele Hunde liebend gerne Katzen, doch wenn sie miteinander aufwachsen, dann können sich beide Tiere sehr gut miteinander verstehen. Aber, Vorsicht: Nur weil dein Hund sich mit deiner Katze gut versteht, gilt das nicht für fremde Katzen. Draußen führt der Hund seine Katzenjagd also unter Umständen fort. Treffen Hund und Katze zum ersten Mal aufeinander, müssen sie zunächst die Körpersprache des jeweils anderen lernen. Denn die birgt eine Reihe von Missverständnissen: Katzen heben zum Beispiel meist die Pfote, wenn ein Hund sich nähert. Er empfindet das als herzliche Begrüßung und Aufforderung zum Spielen, auf Kätzisch ist es aber das Signal für "Bleib mir vom Leib". Andersherum drückt die Katze durch Schnurren ihr Wohlbefinden aus, Hunde dagegen halten das für ein Abwehrknurren. Solche Sprachprobleme sind aber meist nach einigen Fehlversuchen überwunden und der Freundschaft zwischen Hund und Katze steht nichts im Wege.

Na, das eine oder andere wusstet ihr bestimmt noch nicht, oder? Habt ihr auch einen Hund? Schreibt es uns in die Kommentare!
21.03.2017
Hannah
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Letzte Kommentare

  • 21.11.2017 21:29
    crazzygirl

    Ich finde die Gewinner berechtigt! Besonders gut finde ich, dass Shawn ...

  • 21.11.2017 10:59
    tia

    meine lieblingssong ist sign of the times und dann woman der song ist ...

  • 20.11.2017 14:56
    Cj

    DANKE für die tollen Ideen!

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